Texte, Gedichte und Gebete
Texte, Gedichte und Gebete:
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Von dorothee am 12. März 2012
Welch wundersame Wege gehst du,
von mir selbst gewähltes Leben,
welch unergründlich Kreise drehst du,
in die ich mich hineinbegeben.
Ich lasse mich flussabwärts treiben,
hinab zum Ozean, zum Meer.
An keinem Orte kann ich bleiben,
das Abschiednehmen fällt oft schwer.
Mal plätschern Wellen friedlich leise,
mal schüttelt mich des Stromes Kraft.
All dies gehört zu meiner Reise,
die neue Einsicht in mir schafft.
Und jede Biegung,
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Von dorothee am 17. Oktober 2011
Ich bin von der Erde
Sie ist meine Mutter
Sie gebar mich mit Stolz
Sie zog mich auf mit Liebe
Sie wiegte mich am Abend
Sie schob den Wind herbei und lies ihn singen
Sie errichtete mir ein Haus aus harmonischen Farben
Sie nährte mich mit Früchten ihrer Felder
Sie belohnte mich mit Erinnerungen an ihr Lächeln
Sie bestrafte mich mit dem Dahinschmelzen der
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Von dorothee am 16. Oktober 2011
Wenn du aus ganzer Seele lebst,
dann versuchst du nicht,
dich gegen das Leid im Leben unempfindlich zu machen.
Noch wirst du durch die Grimmigkeit des Lebens
so überwältigt, das dich Verzweiflung verschlingt.
Stattdessen blicke dem Schmerz ins Auge,
während du dich inmitten seiner beruhigst, tröstest und ermutigst.
Und dann lasse ihn dich verwandeln,
dich empfindsamer machen,
dich mit Mitgefühl erfüllen.
Wisse,
daß er dich später
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Von dorothee am 16. Oktober 2011
Und soll’t ich geh’n,
solange Du noch hier…
So wisse, dass ich weiterlebe,
nur tanz ich dann zu einer andren Weise
und hinter einem Schleier, der mich dir verbirgt.
Sehen wirst du mich nicht,
jedoch hab nur Vertrauen.
Ich warte auf die Zeit,
da wir gemeinsam neue Höhen erklimmen
einer des anderen wahrhaftig.
Bis dorthin leere du den Becher
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Von dorothee am 16. Oktober 2011
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen.
Diese Hand da fällt.
Und sieh Dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke
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Von dorothee am 16. Oktober 2011
Ihr möchtet wissen um das Geheimnis des Todes.
Doch wie sollt ihr es entdecken,
so ihr nicht danach forschet im Herzen des Lebens?
So ihr wahrhaftig den Geist des Todes erschauen wollt,
öffnet weit euer Herz dem Leib des Lebens.
Denn Leben und Tod sind eins,
so wie Fluss und Meer eins sind.
Und was bedeutet Sterben anderes
als nackt im Wind zu
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Von dorothee am 24. August 2011
Das ist die wahre Lebensfreude,
für einen Zweck benutzt zu werden,
den du selbst als einen mächtigen erkannt hast;
ein Teil der Kräfte in der Natur zu sein,
anstatt ein fiebernder, egoistischer kleiner Klumpen aus Leiden und Groll,
sich beschwerend, dass die Welt sich nicht der Aufgabe widmet,
dich glücklich zu machen.
Ich bin der Meinung,
dass mein Leben der ganzen Gemeinschaft gehört
und
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Von dorothee am 14. August 2011
Ich freu mich, daß am Himmel Wolken ziehen
Und daß es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
- Daß Amseln flöten und daß Immen summen,
Daß Mücken stechen und daß Brummer brummen.
Daß rote Luftballons ins Blaue steigen
Daß Spatzen schwatzen. Und daß Fische schweigen.
Ich freu mich, daß der Mond am
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Von dorothee am 12. Februar 2011
Trost hat sprachlich etwas mit Treue zu tun, und mit trauern.
Der ursprüngliche Wortsinn meint wohl „Holz“ und „Baum“.
Etwas Festes, Verlässliches.
Aber auch etwas, das nicht in Aktion ist,
sondern in seiner Beständigkeit treu ist.
Das heißt also, dass Trost überall dort geschieht,
wo Treue erhalten bleibt,
und wo Trauern, Vertrauen möglich wird,
wo eine/r nicht zurückweicht … sondern aushält, bleibt.
Marielene Leist
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Von dorothee am 4. Juni 2010
Was wir auch fühlen oder wissen mögen,
welche Begabungen und Talente auch in uns schlummern mögen,
nur Hnadeln erweckt sie zum Leben.
Wer meint, begreifen zu können,
was Engagement, Mut oder Liebe Bedeuten,
entdeckt eines Tages, dass er nur weiß,
wenn er handelt;
Aus dem Tun wird verstehen.
Eine Vision ist nicht genug,
es sei denn, es gesellt sich Unternehmensgeist hinzu.
Es genügt nicht die
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