Von dorothee am 12. März 2012
Welch wundersame Wege gehst du,
von mir selbst gewähltes Leben,
welch unergründlich Kreise drehst du,
in die ich mich hineinbegeben.
Ich lasse mich flussabwärts treiben,
hinab zum Ozean, zum Meer.
An keinem Orte kann ich bleiben,
das Abschiednehmen fällt oft schwer.
Mal plätschern Wellen friedlich leise,
mal schüttelt mich des Stromes Kraft.
All dies gehört zu meiner Reise,
die neue Einsicht in mir schafft.
Und jede Biegung,
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Von dorothee am 9. Februar 2012
von Florian Fischer
Ein köstliches Buch das Freude bereitet!
Durch seine liebevolle Aufmachung und die poetisch-praktischen Texte. Und nicht zuletzt mit Aussagen wie “Schluss mit den Zielen!” oder “Nur Umwege führen zur Lösung.”
ISBN 978-3-00-035925-5
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Von dorothee am 17. Oktober 2011
Ich bin von der Erde
Sie ist meine Mutter
Sie gebar mich mit Stolz
Sie zog mich auf mit Liebe
Sie wiegte mich am Abend
Sie schob den Wind herbei und lies ihn singen
Sie errichtete mir ein Haus aus harmonischen Farben
Sie nährte mich mit Früchten ihrer Felder
Sie belohnte mich mit Erinnerungen an ihr Lächeln
Sie bestrafte mich mit dem Dahinschmelzen der
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Von dorothee am 16. Oktober 2011
Wenn du aus ganzer Seele lebst,
dann versuchst du nicht,
dich gegen das Leid im Leben unempfindlich zu machen.
Noch wirst du durch die Grimmigkeit des Lebens
so überwältigt, das dich Verzweiflung verschlingt.
Stattdessen blicke dem Schmerz ins Auge,
während du dich inmitten seiner beruhigst, tröstest und ermutigst.
Und dann lasse ihn dich verwandeln,
dich empfindsamer machen,
dich mit Mitgefühl erfüllen.
Wisse,
daß er dich später
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Von dorothee am 16. Oktober 2011
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen.
Diese Hand da fällt.
Und sieh Dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke
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Von dorothee am 28. September 2010
Es hat aufgehört zu regnen.
Als ich wach wurde, hat es eine Zeitlang gedauert, bis mir klar wurde was anders ist.
Tagelang rauschte und plätscherte es ununterbrochen.
Draußen ist es jetzt still.
Dafür rauschte es in mir.
… gerade trage ich schwer an all den Verbindlichkeiten und Vorhaben. … ich fühle mich hilflos, überfordert und bin erschöpft, …
In den Morgenseiten schrieb
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Von dorothee am 1. Juni 2010
Ich stehe an einem Ufer.
Eine Brigg segelt in der Morgenbrise
und steuert aufs offene Meer.
Das ist ein herrlicher Anblick, und ich
stehe da und sehe ihr nach, bis sie
zuletzt am Horizont verschwindet.
Jemand neben mir sagt:
„Jetzt ist sie nicht mehr da.“
Nicht da! Wo dann?
Nicht da für meine Augen – das ist alles.
Die Ferne und das „Nicht-da-Sein“
sind auf meiner,
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Von dorothee am 1. Juni 2010
Man muss den Dingen
Die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
’die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen –
und dann
Gebären…
Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den
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Von dorothee am 1. Juni 2010
… Wenn man jemanden liebt, so liebt man ihn nicht die ganze Zeit, nicht Stunde um Stunde auf die ganz gleiche Weise. Das ist unmöglich. Es wäre sogar eine Lüge, wollte man diesen Eindruck erwecken. Und doch ist es genau das, was die meisten fordern. Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des Lebens,
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