Auf der Durchreise

Eine mir wesentliche Weisheitsgeschichte,
handelt von einem ratsuchenden Mann, der einen Rabbi besucht.
Als der Fremde das winzig kleine Zimmers sah, das mit nur einem Bett, einer Bank, einem Stuhl und einem Tisch – und daneben einer Reihe Bücher – sehr karg eingerichtet war, fragte der Ratsuchende: „Meister, wo haben Sie Ihre Möbel und den Hausrat?“
Der Rabbi erwiderte: „Wo haben Sie Ihre?“ „Meine?“, fragte der Mann etwas irritiert, „ich bin doch nur zu Besuch hier. Ich bin doch nur auf der Durchreise!“ – „Ich auch!“ antwortete ihm der Rabbi daraufhin. 

Ich sehe mein Leben gerne als Reise.
Vermutlich ist das ein Grund, weshalb ich eine Vorliebe habe, für Bücher, in denen es ums “unterwegs sein” geht 😏
Im Folgenden eine Sammlung meiner Favoriten:

Auf dem Weg – Eine Reise zum Wahren Sinn des Lebens
Yongey Mingyur Rinpoche wurde mit 17 der bislang jüngste tibetische Meditiationsmeister und ist als Lehrer auf der ganzen Welt unterwegs. In diesem Buch erzählt er davon, wie er 2011 sein Kloster in Bodhgaya, heimlich verlässt um ein mehrjähriges Wander-Retreat zu machen. Er betritt eine ihm fremde Welt, in der er ein „Niemand“ und seine Robe unbedeutend ist. 
Es beinhaltet viel Buddhistische Belehrungen. Und es ist die zutifst beeindruckende Geschichte von der Reise eines Mönchs durch die Bardos des Lebens und Sterbens. Er beschreibt seine inneren Erlebnissen, die von Widerstand und Verzweiflung bis zu Akzeptanz und Einverständnis reichen, eingehend, schonungslos und ehrlich.

…. Für mich eines der wichtigsten Bücher der letzten Jahre.

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
ist eine verrückte und anrührende Geschichte von Rachel Joyce … Harold Fry will eigentlich nur nur einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus – immer weiter. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Er läuft zu einer Sterbenden läuft und räumt dabei sein Leben auf.

 … Eine berührendes Geschichte über Geheimnisse, zufällige Begegnungen, Tapferkeit und Betrug. Es lohnt sich, auch “Das Geheimnis der Queenie Hennessy” zu lesen. Quasi die “andere Seite” der Geschichte.

Die vierzig Geheimnisse der Liebe
der vielschichtige Roman von Elif Shafak spielt auf zwei Zeitebenen. Eine Linie handelt von der Verbindung zwischen dem Sufi-Dichter und Mystiker Rumi und dessen Freund und Lehrer Schams-e Tabrizi im 13. Jahrhundert. Schams-e-Tabrizi ist ein Wander-Derwisch und lebt nach den 40 Geheimnisse der Liebe .

… Der bezaubernder Roman
über Mystik, Sufismus und Spiritualität – hat mich sehr bewegt.

Das Lavendelzimmer
Erzählt von einer Reise in die Welt der Bücher und der Liebe im südlichen Frankreich.

… Ich habe es in einer Nacht und einem langen Morgen im Bett gelesen. Und direkt anschließend noch einmal in Dosen von ca. 50 Seiten pro Tag um es ganz und ausgiebig zu schmecken. 

Das Große Los
Nachdem Meike Winnemuth bei „Wer wird Millionär“ gewonnen hatte, Hat sie sich einen Traum erfüllt, und ein Jahr lang jeden Monat in einer anderen Stadt verbracht. Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai, Honolulu, San Francisco, London, Kopenhagen, Barcelona, Tel Aviv, Addis Abeba und Havanna. Das Buch beschreibt lebendig und mitreisend was sie dabei lernte und warum danach alles anders war.

… Dieses Buch fiel mir in die Hände, als ich bereits ein halbes Jahr unterwegs war. An verschiedenen Stellen habe ich mich gefreut darüber meine eigenen Blickwinkel und Ideen wieder zu finden.
Ein köstliches Buch über´s unterwegs sein, das Lust aufs Leben macht.

Der Alchimist
Der Roman des brasilianischen Schriftstellers Paulo Coelho erzählt von einem andalusischen Hirten, der durch einen wiederkehrenden Traum den Mut fasst sich auf einen Reise zu begeben. Eine Reise auf der er in der Stille der Wüste auch zu sich selbst findet und erkennt, dass das Leben Schätze bereithält, die nicht mit Gold aufzuwiegen sind.

… Ein bezauberndes und hoffnungsvolles Buch ein glückbringender Wegweiser der mein Herz immer wieder berührt. 

Die Entdeckung der Langsamkeit
Der wunderbarer Seefahrer und Entwicklungsroman von Sten Nadolny erzählt vom englischen Kapitän und Polarforscher John Franklin (1786 – 1847), der seit seiner Kindheit wegen seiner Langsamkeit Schwierigkeiten hat, mit der Schnelllebigkeit seiner Zeit Schritt zu halten, aber schließlich doch aufgrund seiner Beharrlichkeit zu einem großen Entdecker wird. Eine zeitlose Studie über die Zeit, in der die Langsamkeit im Umgang mit sich selbst und den Dingen als menschenfreundliches Prinzip entdeckt wird.

… Ein Buch das ich immer wieder gerne lese um mich zu erinnern an die Langsamkeit als wohltuendes Lebensprinzip.

Per Anhalter durch die Galaxis
Erzählt die Abenteuer des Durchschnittsengländers Arthur Dent, der mit Hilfe seines langjährigen Freundes Ford Prefect (der sich als Außerirdischer erweist) der totalen Zerstörung des Planeten Erde entgeht, indem er auf per Anhalter im Raumschiff der Vogonen reist …
Eine Trilogie in fünf Bänden.

… Was soll ich sagen?
Ich habe sämtliche Bände unzählige Male gelesen und es macht jedes Mal wieder Spaß. Die erste Seite kann ich auswendig 😏

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