Schlagwort-Archive: Regionalentwicklung

Junge Menschen kaufen alte Häuser

… und werden von der Gemeinde dabei unterstützt.

Die Gemeinde Hiddenhausen (in NRW, etwa 20km von Bielefeld entfernt) war Vorreiter in der Entwicklung eines Förderprogramms, das mittlerweile viele Nacharmer gefunden hat.

Um Junge Familien anzusiedeln, Leerstand im Ort zu verringern und Flächenverbrauch zu reduzieren werden junge Familien beim Erwerb einer mindestens 25 Jahre alten Immo­bilie, unter­stützt.

  • Der maximale Förderungs­betrag beläuft sich auf 9.000 Euro; verteilt auf 6 Jahre.
  • Um vor teuren Über­raschungen geschützt zu sein, wird auch die Erstellung eines Altbau­gut­achtens mit maximal 1.500 Euro gefördert.

 

Leben ohne Auto

Ich bin über zwei schöne Beispiele gestolpert wo und wie Menschen “Autofreies Leben” in einer Stadt organisieren.

Die Autofreie Siedlung Weißenburg e.V. in Münster.
Hier handelt es sich um öffentlich geförderten Wohnungsbau. Insofern wohnen dort nicht nur Menschen “aus Überzeugung”, sondern weil sie sich ein Auto schlichtweg nicht leisten können oder event. nicht besitzen dürfen

Bei der Nachbarn60 in Köln Nippes geht es um Überzeugung. Hier ist ein Nachbarschaftsverein vorbildlich aktiv.

Und wer an dem Thema weitergehend interessiert ist, kann sich in eine in eine Doktorarbeit mit dem Titel “Wohnen ohne Auto – Nischenkonzept oder Zukunftsmodell für nachhaltige Stadtentwicklung?” vertiefen …

Shared Space

Das niedersächsische Bohmte hat vor Jahren den “Shared Space” eingeführt. 400 Meter der Ortsdurchfahrt von Bohmte wurden zu einem von allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt geteilten Raum

Es gibt keine Verkehrsschilder mehr und keine Fahrbahnmarkierungen, drei Ampeln wurden abgebaut, Bordsteine verschwanden, zwischen den Häusern ist alles gleichmäßig mit bläulich-roten Klinkersteinen gepflastert. Die einzigen Verkehrsregeln heißen rechts vor links und Rechtsfahrgebot; alle Verkehrsteilnehmer verständigen sich nur durch Blicke oder Handzeichen darüber, wer zuerst geht oder fährt.

Drei Viertel der befragten Bewohner, Geschäftsleute und Autofahrer sind mit dem Umbau auf dem kurzen Straßenstück zufrieden – es gebe weniger Staus, wodurch Lärm und Luftverschmutzung geringer geworden seien. Außerdem sei es gemütlicher und sauberer als vorher.

Die Planungsphilosophie wurde in den 90-igern von Hans Mondermann entwickelt, findet weltweit Anwendung und ist natürlich immer noch umstritten.

Empfehlenswerte Informationen gibt´s bei Wikipedia und dem VCD.

Frühlingskraft

Vögel zwitschern, leuchtend blauer Himmel, immer mehr grüne Triebe, Sonnenwärme, …. Frühling macht mich glücklich und ich genieße es mit viel Energie viel zu bewegen!

Der Bahnhof Wiesenburg ist derzeit meine Hauptbeschäftigung. Ich bin stolz darauf was in den knapp zwei Jahren seit der Genossenschaftsgründung alles geschehen ist. Und ich bin sehr dankbar für die vielen Menschen, die den Bahnhof immer wieder tatkräftig und finanziell unterstützen. Frühlingskraft weiterlesen

NaturEnergie Fläming e.G.

Die NaturEnergie Fläming eG Bad Belzig ist ein Verbund von Bürgern aus Bad Belzig und der näheren Umgebung die es sich zur Aufgabe gemacht haben, im Fläming Strom und Wärme nachhaltig zu produzieren und zu verteilen. Gegründet hat sich die eingetragene Genossenschaft im April 2011 und am 27. September wurde die erste Bürgersolaranlage auf dem Dach einer Turnhalle an das Stomnetz der E.ON edis angeschlossen.

Mehr Informationen finden Sie hier …

Solidarische Landwirtschaft

Meines Erachtens nach die optimale Verknüpfung von Lebensmittel-Produktion und Konsument. Hier wird die Landwirtschaft, nicht das einzelne Lebensmittel finanziert.

In der solidarischen Landwirtschaft tragen mehrere private Haushalte die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteertrag erhalten. Durch den persönlichen Bezug zueinander erfahren sowohl die Erzeuger*innen als auch die Konsument*innen die vielfältigen Vorteile einer nicht-industriellen, marktunabhängigen Landwirtschaft.

Ich selbst war lange Jahre Mitglied in der “Solidarischen Landwirtschaft im Fläming“.  Ich zahlte meinen Anteil an den Produktionskosten und war Mitglied einer Gemeinschaft die miteinander wirtschaftet. Ich kannte die Ackerflächen auf denen mein Gemüse wuchs und die Menschen die es wachsen ließen und ernteten.

Weitere Informationen zur Idee der Solidarischen Landwirtschaft, Beispiele und Kontakte finden Sie auf der Webseite des Netzwerkes solidarische Landwirtschaft.

Hoher Fläming

Fast 15 Jahre habe ich im Hohen Fläming gelebt, einer wunderschönen Region im deutschen Osten etwa 90 km südlich von Berlin. Dünn besiedelt aber sehr lebendig und innovativ.

Einen guten Eindruck von von der Atmosphäre dort vermittelt ein Beitrag von Deutschlandradio Kultur, den Sie hier … finden

Im Folgenden meine persönliche und unvollständige Sammlung von Informationen, Initiativen und Institutionen:

Schmerwitz ist das Dorf in dem ich lebte und das gehört zu Wiesenburg/Mark. Wiesenburg hat  im Jahr 2012 im europäischen Dorfwettbewerb ausgezeichnet wurde. In 2011 nahm die Gemeinde am europäischen Wettbewerb “Entente Florale” teil und wurde mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Und in 2010 bekam sie eine Goldmedaille im Bundeswettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” Ein empfehlenswerter Kurzfilm über das Dorf ist hier auf Youtube zu finden.

In Schmerwitz gibt es eine Töpferwerkstatt  Königsblau Keramik einen Biogarten und ein  Töpfer-Cafe, in dem ich im Sommer gerne mit meinem Computer saß.

Durch das Dof geht der internationale Kunstwanderweg. Zwischen Belzig und Wiesenburg nehmen Kunstobjekte Bezug auf die Besonderheiten der Fläminglandschaft und führen zu einer bewussteren Wahrnehmung der Landschaft.

Der Wiesenburger  Schlosspark ist zauberhaft und zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Der Wiesenburger Bahnhof wurde 2010 von der Genossenschaft “Bahnhof am Park Wiesenburg/Mark e.G.” gekauft. Ziel der Genossenschaft ist es, möglichst vielen Menschen zu ermöglichen daran mit zu wirken, das denkmalgeschützte Empfangsgebäude wieder zu beleben und zu einem Schnittpunkt regionaler Identität zu machen.

Dorothee Bornath

Zwischen Bahnhof und Schlosspark  fand 2010  vom 1. bis 21. August Ecotopia statt. Ein internationales Miteinander zu nachhaltigem Leben.

Zu Wiesenburg gehört auch der Ortsteil Reetz in dem Dieter Wankmüller  sehr aktiv ist, mit dem Projekt “Naturinsel Reetz” und mit dem ÖLaLa Verein zur Förderung des ökologischen Landbaus und der Landschaftspflege.

Die Region Hoher Fläming ist geprägt von Weite, Sandböden, Wäldern und Landwirtschaft. Ich selbst war Mitglied einer Solidarischen Landwirtschaft. Meiner Meinung nach, die weltweit sinnvollste Form der Landwirtschaft! Biobetriebe hier in der Region, die ich empfehlen möchte, sind das Gut Schmerwitz, und der Biohof Rottstock .

Bad Belzig ist die nächst “größere” Stadt. Hier möchte ich auf das “Infozentrum für Toleranz, gegen Rechtsextremismus und Gewalt” (kurz Infocafe) hinweisen und auf die größte Gemeinschaft hier in der Region, das “Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung“.

In Brück ist die “Alte  Mühle Gömnigk” interessant. Ein Freund von mir ist Initiator des Mehrgenerationen Wohnprojektes. Besonders beeindruckt bin ich von der Reaktivierung der alten Turbine mit der jetzt wieder Strom durch Wasserkraft erzeugt wird.

Ausführliche Informationen zu touristischen Angeboten im Fläming finden sich beim Naturpark und beim Tourismusverband.

In folgenden Initiativen war ich selbst aktiv:

Die Lokale Aktionsgruppe Fläming – Havel e.V. unterstützt, begleitet und fördert Projekte unter dem Motto “Miteinander statt nebeneinander in der Region Fläming – Havel”. Ziel ist es, die Lebensqualität und die Zukunftschancen der Menschen insbesondere im ländlichen Raum des Landkreises Potsdam-Mittelmark und der Stadt Brandenburg an der Havel zu verbessern.

Seit 2006 fahren Bürger für Bürger den “Bürgerbus” und bieten damit ein zusätzliches Nahverkehrsangebot im Hohen Fläming.

… Ich komme immer wieder gerne her.