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dieses Glück

Ich bin heute morgen aufgestanden, habe Wasser aus der Leitung in ein Glas laufen lassen und es getrunken. Einfach so.

Dann habe ich mir ein Brötchen geholt. Während ich das tat, ist neben mir kein Haus explodiert. 

Auf dem Weg zurück wurde ich weder für meine Hautfarbe oder meine Sexualität bedrängt oder ermordet.

Ich sitze in einer Wohnung, die selbst bei Regen trocken bleiben würde und besitze einen Computer inklusive Internet-Zugang, mit dem ich Zugriff auf nahezu das gesamte Wissen der Menschheit habe, während ich mein Brötchen esse. Und eventuell hole ich mir gleich noch ein Glas Wasser. Ob ich es trinke oder einfach stehen lasse … mal sehen. Kommt nicht drauf an.

Um in dieser Situation zu sein, musste ich nicht die Menschen zurück lassen, die ich liebe. Und ich musste auch nicht mein Leben dafür aufs Spiel setzen oder mich einer erniedrigenden Prozedur unterziehen lassen. Das war einfach so. 

Wenn ihr in einer ähnlichen Situation seid wie ich, gehört ihr zu den reichsten Menschen der Welt. Und es tut gut, sich dieses Glück hin und wieder vor Augen zu führen.

Zum Beispiel, bevor man einen wütenden Facebook-Kommentar schreibt. Oder etwas anzündet. 

Ich wünsche euch einen schönen Tag!

von Ralph Ruthe

Jedes Jahr wieder wahr

Mittwinter

Das Wesentliche ist getan
und das Jahr hat sich
zum Samen gerundet.

Jetzt ruhe
und sei ohne Sorgen,
denn wisse:
Das Licht wird
ohne dein Zutun
wieder geboren
und die Aufgaben
des Neuen Jahres
wachsen von selbst
an dich heran.

Eva Callies

Ich beginne meine “stille Zeit”.
Von Wintersonnenwende bis zum 6. Januar nehme ich mir Zeit für einen geruhsamen Jahresrückblick.

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Stille Zeit – Rückblick auf das Jahr 2018

Seit vielen Jahren nehme ich mir in der „Stillen Zeit“ vom 21. Dezember bis zum 6. Januar Zeit für einen geruhsamen Jahresrückblick. Ich komme ganz bei mir an, bevor ich beginne zu schauen, was das neue Jahr bringen mag.

Nachmittags lade ich ein, zu drei Stunden “Stille Zeit”.
Manchmal kommt der eine oder die andere dazu.
Unsere einzige Regel ist die: das nicht gesprochen wird.
Ein Zeitraum zum inne halten, schweigen, spüren, meditieren, orakeln, schreiben, malen, träumen, denken, …

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