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Sozusagen grundlos vergnügt

Ich freu mich, daß am Himmel Wolken ziehen
Und daß es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
– Daß Amseln flöten und daß Immen summen,
Daß Mücken stechen und daß Brummer brummen.
Daß rote Luftballons ins Blaue steigen
Daß Spatzen schwatzen. Und daß Fische schweigen.
Ich freu mich, daß der Mond am Himmel steht
Und daß die Sonne täglich neu aufgeht.
Daß Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!
Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem, daß ich bin.
In mir ist alles aufgeräumt und heiter;
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.
An solchem Tag erklettert man die Leiter,
Die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
– Weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.
Ich freue mich, daß ich mich an das Schöne
und an das Wunder nie gewöhne.
Daß alles so erstaunlich bleibt, und neu!
Ich freu mich, daß ich . . . Daß ich mich freu.

Mascha Kaléko

Unfassbar!

Ich war in Jänschwalde in der Lausitz und habe den ersten  Braunkohle Tagebau meines Lebens gesehen!

Was Menschen der Erde antun können!!!

100 Meter tief wird alles abgegraben um an eine bis zu 12 Meter dicke Braunkohleschicht zu kommen. Die Braunkohle wird dann im nahegelegenen Kraftwerk zur Stromgewinnung verbrannt. Eine der unsinnigsten und umweltschädlichsten Varianten der Energieerzeugung die es überhaupt gibt!!!

Jänschwalde ist das zweitgrößte Kraftwerk Deutschlands. Mit einem Netto Wirkungsgrad von 36% produziert es in der europäischen Union die drittmeisten Emmissionen!

Bewohner des Dorfes Jänschwalde machten uns auf die Obstbäume in ihrem Garten aufmerksam. Die sterben, weil das Grundwasser für den Tagebau immer weiter abgesenkt wird.

Und weil die Bundesrepublik jetzt aus der Atomenergie aussteigen will, ist entgegen bisheriger Ausrichtung nun wieder im Gespräch den Tagebau doch über 2019 weiter zu führen.

Ich fasse es nicht!

Das ist doch alles nicht nötig!!!

Taste the Waste

50 Prozent aller Lebensmittel enden im Müll, bevor sie überhaupt den Verbraucher erreichen. Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-Vernichtung für das Klima? Und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen? Der Film findet  viele Antworten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen.

Unbedingt Anschauen!!!

Solidarische Landwirtschaft

Meines Erachtens nach die optimale Verknüpfung von Lebensmittel-Produktion und Konsument. Hier wird die Landwirtschaft, nicht das einzelne Lebensmittel finanziert.

In der solidarischen Landwirtschaft tragen mehrere private Haushalte die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteertrag erhalten. Durch den persönlichen Bezug zueinander erfahren sowohl die Erzeuger*innen als auch die Konsument*innen die vielfältigen Vorteile einer nicht-industriellen, marktunabhängigen Landwirtschaft.

Ich selbst war lange Jahre Mitglied in der „Solidarischen Landwirtschaft im Fläming„.  Ich zahlte meinen Anteil an den Produktionskosten und war Mitglied einer Gemeinschaft die miteinander wirtschaftet. Ich kannte die Ackerflächen auf denen mein Gemüse wuchs und die Menschen die es wachsen ließen und ernteten.

Weitere Informationen zur Idee der Solidarischen Landwirtschaft, Beispiele und Kontakte finden Sie auf der Webseite des Netzwerkes solidarische Landwirtschaft.