Schlagwort-Archiv: Leben

Vom Tod

Ihr möchtet wissen um das Geheimnis des Todes.
Doch wie sollt ihr es entdecken,
so ihr nicht danach forschet im Herzen des Lebens?

So ihr wahrhaftig den Geist des Todes erschauen wollt,
öffnet weit euer Herz dem Leib des Lebens.
Denn Leben und Tod sind eins,
so wie Fluss und Meer eins sind.

Und was bedeutet Sterben anderes
als nackt im Wind zu stehen und in der Sonne zu zerfließen?
Und was bedeutet das Stocken des Atems anderes
als dessen Befreiung aus den rastlosen Fluten,
auf dass er sich erhebe und entfalte und Gott suche unbeschwert?

Erst so ihr trinket aus dem Fluss des Schweigens,
werdet ihr wahrhaft singen.
Und erst, so ihr den Gipfel des Berges erklommen,
werdet ihr wahrhaft anfangen zu steigen.
Und erst, so die Erde ihren Anspruch erhebt auf Eure Gliedmaßen,
werdet ihr wahrhaft tanzen.

Kahlil Gibran

Erdbeerglück

Ich liebe die Morgen im Hochsommer an denen ich früh wach bin.
Ich lausche dem Zwitschern der Vögel und während ich meinen Morgenkaffee genieße atme ich tief und höre meinen Gedanken zu.

Momentan fluppt alles.
Ich halte viele Bälle in der Luft und gerade geht das leicht und ohne Anstrengung. Jetzt sind es noch 29 Tage bis Ecotopia. In der nächsten Woche kauft die Genossenschaft den Bahnhof. Ich führe tiefe und bewegende Coachinggespräche.  … Erdbeerglück weiterlesen

Jung sein

Die Jugend kennzeichnet nicht einen Lebensabschnitt, sondern eine Geisteshaltung; sie ist Ausdruck des Willens, der Vorstellungskraft und der Gefühlsintensität. Sie bedeutet Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit, Sieg der Abenteuerlust über die Bequemlichkeit.

Man wird nicht alt, weil man eine gewisse Anzahl von Jahren gelebt hat: Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt. Die Jahre zeichnen zwar die Haut – Ideale aufgeben aber zeichnet die Seele. Vorurteile, Zweifel, Befürchtungen und Hoffnungslosigkeit sind Feinde, die uns nach und nach zur Erde niederdrücken und uns vor dem Tod zu Staub werden lassen.

Jung ist, wer noch staunen und sich begeistern kann. Wer noch wie ein unersättliches Kind fragt: Und dann? Wer die Ereignisse herausfordert und sich freut am Spiel des Lebens.

Ihr seid so jung wie euer Glaube. So alt wie euere Zweifel. So jung wie euer Selbstvertrauen. So jung wie eure Hoffnung. So alt wie eure Niedergeschlagenheit.

Ihr werdet jung bleiben solange ihr Aufnahmebereit bleibt: empfänglich fürs Schöne, Gute und Große; empfänglich für die Botschaften der Natur, der Mitmenschen, des Unfasslichen. Sollte eines Tages euere Herz geätzt werden von Pessimismus, zernagt von Zynismus, dann möge Gott erbarmen haben mit eurer Seele – der Seele eines Greises.

Douglas Mac Arthur