Schlagwort-Archiv: Abschied

Jedes Jahr wieder wahr

Mittwinter

Das Wesentliche ist getan
und das Jahr hat sich
zum Samen gerundet.

Jetzt ruhe
und sei ohne Sorgen,
denn wisse:
Das Licht wird
ohne dein Zutun
wieder geboren
und die Aufgaben
des Neuen Jahres
wachsen von selbst
an dich heran.

Eva Callies

Ich beginne meine „stille Zeit“.
Von Wintersonnenwende bis zum 6. Januar nehme ich mir Zeit für einen geruhsamen Jahresrückblick.

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Kees – ein Abschied

Bild KeesMAZ

Foto M. Greulich MAZ

 

Gestorben mit 87. Er wollte 100 Jahre werden, weil er so neugierig war darauf wie alles weitergeht …

Wir kannten uns wohl 10 Jahren. Haben uns im Rahmen des Projektes „ Ankommen, weggehen, dableiben – Migration im hohen Fläming“, kennengelernt. Damals warst er noch Ausländerbeauftragter des Landkreises Potsdam Mittelmark.

Ich war schwer beeindruckt davon das ein Mann um die 80 so lebendig und attraktiv sein kann.

Wir sind uns immer wieder über den Weg gelaufen und haben uns auch das eine oder andere Mal verabredet.
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Der Tod und der Gänsehirt

Einmal kam der Tod über den Fluss wo die Welt beginnt. Dort lebte ein armer Hirt, der eine Herde weißer Gänse hütete.

„Du weißt wer ich bin Kamerad?“ fragte der Tod.
„Ich weiß, du bist der Tod. Ich habe dich auf der anderen Seite hinter dem Fluß oft gesehen.“
„Du weißt das ich hier bin, um dich zu holen und dich mitzunehmen auf die andere Seite des Flusses.“
“ Ich weiß, aber das wird noch lange sein.“
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… vor einem Jahr

… starb meine Mutter.

Die letzten Tage sind wieder voller Erinnerung und sehr intensiv .
Die letzte Zeit mit ihr, das letzte Gespräch, das Ende, Abschied, …
Gespräche mit Verwandten, viel zu organisieren, … die Beerdigung, …
Als ich wieder zuhause war wurde ich krank und wollte am liebsten selber sterben …

Ein ganzes Jahr!
Das hört sich so viel an und ist doch gefühlt nur ein Augenblick.

Habe Postkarten und Briefe noch einmal gelesen und dann verbrannt.
An Ihrem Todestag war ich am Grab.

Ich lebe mein Leben, bin erwachsen und eigenständig
und ich habe wenig Energie, bin gefühlig und irgendwie lost …

Ich lese über das „Trauermodell nach Smeding“
Sie beschreibt Gezeiten der Trauer. Demnach befinde ich mich in der „Labyrinthzeit“ ich kann bestätigen, dass die Gezeiten der Trauer nicht berechenbar sind und spiralförmig stetig wiederkehren können. Die Trauer  um den verstorbenen geliebten Menschen ist nie zu Ende.

„Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt,
eine Zeit vergeht, …

Siege und Niederlagen feiern

… ist mein Motto während meiner heiligen Pause von Wintersonnenwende bis zum 6. Januar.

Genussvoll nehme ich mir Zeit, jede Ecke meiner Wohnung aufzuräumen, auszumisten und zu putzen.
Jeden Nachmittag schenke ich mir 3 Stunden in Stille zum Denken, Schreiben, Malen, Träumen, …

Die Zeit zwischen den Jahren ist für mich die Beste um Rückschau zu halten. Siege und Niederlagen feiern weiterlesen